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Drehung
· Die Drehung wird mit der beidbeinigen Startphase eingeleitet, in
der durch die aktive
Arbeit beider Beine die Anfangsbeschleunigung des Systems Werfer/Gerät erfolgt.
Die Drehbewegung beginnt mit einem Senken des Körperschwerpunktes (KSP), durch
Beugen beider Beine. Parallel dazu erfolgt das Eindrehen der Füße nach links.
Wichtig ist dabei ein aktives Andrehen des linken Fußes auf dem Ballen mit
nachfolgender deutlicher Gewichtsverlagerung auf das gebeugte linke Bein.
Währenddessen wird das Gerät weiter zurückgehalten und sollte nur wenig von der
Horizontalen abweichen. Voraussetzung für eine weite Verwringung ist gegeben,
wenn sich am Ende der beidbeinigen Startphase die linke Schulter noch hinter
dem linken Knie befindet.
Ein geringfügig verzögertes Abheben des rechten Fußes zur Einleitung der
einbeinigen Startphase - Erreichen einer breiten Spreizbewegung der Beine -
ermöglicht den Aufbau von Spannung in der Hüftmuskulatur und schafft die
Voraussetzung für eine nachfolgende kraftvolle Schwungbewegung des rechten
Beines.
· Mit dem Lösen des rechten Beines vom Boden beginnt die einbeinige
Startphase. Sie
dient der weiteren Beschleunigung des Gesamtsystems sowie der kräftemäßigen
Vorbereitung des nachfolgenden Umsprunges.
Zur Aufrechterhaltung einer weiten Verwringung sollte im Moment des Lösens des
rechten Beines des Diskus von der Seite gesehen noch hinter dem Körper des
Werfers sichtbar sein.
Der Oberkörper bleibt dabei aufrecht bis leicht nach vorn geneigt. Das
Körpergewicht ruht in dieser Phase voll auf dem stark gebeugten (ca. 120°)
linken Bein, das ohne wesentliches Öffnen des Kniewinkels weiter in
Wurfrichtung eingedreht wird. Zur Erzeugung eines hohen Drehimpulses wird das
rechte Bein in einer weiten, aber flachen Schwungbewegung um das linke Bein
herumgeschwungen. Dabei führt zunächst das Knie des rechten Beines die Bewegung
an. Nach dem Überholen des linken Beines wird der Unterschenkel mit in
Drehrichtung einwärts gedrehtem Fuß in einer aktiven greifenden Bewegung nach
vorn-unten geführt.
· Ist die Drehbewegung auf dem linken Bein so weit erfolgt, dass der Werfer
mit dem
Gesicht in Wurfrichtung zeigt, beginnt mit dem flachen Abdruck vom linken Bein
(ohne völlige Kniestreckung) die Umsprungphase. Sie dient dem weiteren
Aufbau von Vorspannung zwischen Unterkörper, Rumpf und Wurfarm als Grundlage
für eine explosive Abwurfbewegung.
Voraussetzung dazu ist ein weites Überholen des Gerätes durch den Unterkörper.
Der Wurfarm soll deshalb während der Umsprungphase deutlich entgegen der
Wurfrichtung zurückgehalten werden, während das rechte Bein in Verbindung mit
einer Einwärtsdrehung des Fußes aktiv nach vorn zu Boden geführt wird.
Das schnellstmögliche Überwinden der stütz- und damit beschleunigungslosen
Umsprung-phase soll durch eine optimal hohe Umdrehungsgeschwindigkeit des
Unterkörpers erreicht werden. Dazu dient das schnelle Heranführen des linken
Beines an den Körper, was eine Herabsetzung des Massenträgheitsmoments des
Unterkörpers und damit Erhöhung der Winkelgeschwindigkeit zur Folge hat. Als
optimal ist anzusehen, wenn sich das linke Bein bei der Landung des rechten Beines
(Stützbein) nach dem Umsprung bereits auf dessen Höhe befindet bzw. es schon
überholt hat.
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