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DiskuswurfGeschichte Siebzehnmal bereits hatten die Griechen ihre Olympischen Spiele ausgetragen, aber erst im Jahre 708 v. Chr. Kamen die Fünfkämpfer zu einem neuen Gerät, dem Diskus, einer flachen Scheibe von damals unterschiedlichen Materialien und Gewichten. 200 Jahre später schuf der griechische Bildhauer Myron seine Skulptur des Diskuswerfers. An ihr orientierten sich Archäologen, als sie Mitte des 19. Jahrhunderts n.Chr. in Olympia Disken ausgruben und so den Anstoß zur Wiedereinführung dieser leichtathletischen Wurfübung gaben. Die Disziplin Diskuswurf stand 1896 bei den ersten neuzeitlichen Olympischen Spielen auf dem Programm. Geworfen wurde zunächst, wie Myron es gezeigt hatte, von einem Sockel herunter, dann bis 1912 ebenerdig mit dem linken und rechten Arm, und dann folgte die heute gebräuchliche Form: aus einem Ring (2,50 Meter Durchmesser) mit eineinhalb Umdrehungen. Disken wiegen heute 2 Kilogramm (für Frauen 1 Kilogramm). Sie bestehen aus Holz mit Metallring und -kern. Die Drehtechnik ist schwierig zu erlernen. Weltklassekönner erreichen ihre besten Weiten meist erst mit 30 Jahren. Der erste offizielle Weltrekordhalter war Duncan aus den USA (47,58 Meter, 1912). Ende der siebziger Jahre kamen nicht nur die Männer (zuerst Wolfgang Schmidt, DDR), sondern auch die Frauen (erstmals 1978 Evelyn Jahl, DDR) bereits deutlich über die 70-Metermarke hinaus.1 Inhalt: Anatomisch-physiologische Bedingtheiten Unsere Bewegungen spielen sich alle in den Gelenken ab. Je größer die Schwingungsweite der Gelenke, desto größer ist die Beweglichkeit. Die Führungsmittel der Gelenke, die nicht bei allen Menschen gleich entwickelt sind und von individuellen Besonderheiten abhängen, begrenzen die Beweglichkeit. Folgenden drei Hauptfaktoren bestimmen das Bewegungsausmaß eines Gelenkes: 1. Die Form der Gelenkenden, insbesondere ihrer Knorpelflächen In den Aufbau der Gelenk7flächen teilen sich ererbte Entstehungsregel und individuelle Ausgestaltung unter dem Einfluß der Funktion. Die Form ist im wesentlichen fertig, lange ehe das Gelenk benutzt wird, und auch die Art der Benutzung ist im großen und ganzen als ererbte Funktionsregel gegeben (BRAUS/ELZE 1954). Gelenkkapsel, Bänder und Sehnen bestehen aus parallel verlaufenden Fibrillenbündel, die durch feines, lockeres Bindegewebe zusammengehalten werden. Diese Strukturen sind individuell ungeheuer verschieden und es ist sicher, daß sie der Mensch durch die formbildenden Fähigkeiten seines Körpers unter dem Einfluss von Belastungen ausformen und verändern kann. Durch eine aktive und passive Dehnung des Band- und speziell des Muskelapparates lässt sich Bewegungsausmaß der wichtigsten Gelenke, vor allem der Wirbelsäule, des Schulter- und Hüftgelenks beträchtlich erweitern. Aus der Dehnung darf jedoch keine unphysiologische Überdehnung werden, da ein übermäßig lockerer Bandapparat ein in seiner Führung unsicheres und schlottriges Gelenk bedingt. Die Forderung nach optimaler Beweglichkeit liegt in physiologischen, anatomischen und biomechanischen Gesichtspunkten begründet.
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